OGURA
DOJO

TenguInstitutHabersetzer

Tengu-no-michi
die „andere Wahl“!

Für eine Ethik (Shisei) und ein Verhalten (Seiki) es ablehnen sich zu schlagen, es ablehnen zu unterliegen ...

Der „Weg Tengu“ ist für den, der ihn geht, traditionell in seinem Konzept und modern in seinen Anwendungsmöglichkeiten.

Sowohl traditionell ...

Im Bewusstsein und dem Respekt gegenüber dem unendlichen „Schatz“ den die alten Katas (Koshiki) verbergen, im Sinne der Anstrengung, des Respekts, der Authentizität, Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Selbstbeherrschung, des Urteilsvermögens, der Menschlichkeit, Wirksamkeit, des Willens zur Entwicklung, alles Werte des echten und engagierten Menschen.

... als auch modern ...

zum Erwerb eines Verhaltens, das dazu führt, dass man sich technisch und mental wehren kann, angesichts der realistischen und glaubwürdigen Aggression der aktuellen Welt.

Tengu-no-michi …
eine neue Definition der Kampfkunst im 21-ten Jahrhundert!

Ein vollständiger Weg der Kriegskunst oder der Geist einer Tradition:

  1. eine klassische Technik, angereichert mit modernen Konzepten...
    ...denn das gewalttätige Verhalten und die Mittel der Gewalt haben sich verändert.
  2. eine Philosophie, dass die Handlung mit dem Einsatz übereinstimmt...
    ...denn ein Kampfkünstler muß bereit sein, sein Können zur Verteidigung seiner selbst und anderer sowie der Grundwerte der Gesellschaft, von der er ein Teil ist, einzusetzen.
  3. ein Mittel für ein Verhalten verantwortungsvoller Bürger...
    ...denn ein Kampfkünstler darf sein Können nur im Sinne der Gegengewalt anwenden, unter ständiger Kontrolle und mit dem Respekt vor dem Leben und dem Gesetz.
  4. die Wahl des Ziels …
    … denn die Kampfkunst bleibt in erster Linie eine Waffe; jede Waffe muß unter Kontrolle bleiben und deren Handhabung, auch die kontrollierte, darf niemals ein Spiel werden.
    D.h. der Begriff des sportlichen Sich-Messens mit seinen spielerischen Begleiterscheinungen ist dem Geist des „Tengu-Weges“ völlig fremd.

Tengu-no-michi: lernen und verbessern des Verhaltens eines freien Individuums unter dem Respekt vor dem Leben, den Anderen, dem Gesetz …

Shihan Roland Habersetzer - Institut Tengu

Roland Habersetzer auf Wikipedia

Traunreuter Karatekas - Dojo im Institut Tengu

Bereits im Jahr 1996 hat sich der Lehrer der Karate-Abteilung des TuS Traunreut, Alexander Callegari, auf den Weg nach Straßburg/Frankreich gemacht...[weiter]

9. Dan Karate
President des "Centre de Recherche Budo " (Budo Forschungs Center)
Direktor des "Tengu Institut"

ImgRolandHabersetzer1942 geboren, praktiziert Roland Habersetzer die Kampfkünste seit 1957 und wurde 1961 einer der ersten Karate-Schwarzgurte Frankreichs. Zehn Jahre lang war er einer der Haupttriebfedern der noch jungen "Fédération Francaise de Karaté" in Ostfrankreich, wurde aber schnell und endgültig enttäuscht durch die sportliche Entwicklung dessen, was er eigentlich als Kunst und Ausdruck der Kultur betrachtete. Daher gründete er 1974 das "Centre de Recherche Budo" (CRB), eine internationale und unabhängige Organisation, mit dem Ziel, durch freundschaftliche Bande all' die Budoka wieder zu vereinen, denen es besonders um die geistige Zukunft der japanischen und chinesischen Kriegskünste geht.

Mit diesem Ziel hat Roland Habersetzer Pionierarbeit geleistet durch die große Menge von Lehrgängen und Konferenzen auf der ganzen Welt sowie durch eine ganze Reihe technischer Handbücher und historischer Werke. Er hat den Weg geebnet für eine Rückbesinnung auf die traditionellen Werte dieser Künste, und ohne jemals dieses Ziel aus den Augen zu verlieren. Zu Recht gilt Roland Habersetzer als Spezialist der japanischen Kampfkünste (Budo) und der chinesischen Kampfkünste (Wushu). Nach verschiedenen Gürtelgraden in Frankreich, Japan und China wurde er 2006 in Japan zum 9. Dan ernannt als Anerkennung und Belohnung für seine außergewöhnliche und wirkungsvolle Missionsarbeit.

Budograduierungen von Sensei Roland Habersetzer

Mit mehr als 60 seit 1968 veröffentlichten Werken ist er Autor der wichtigsten, den Kampfkünsten gewidmeten Buchreihe der Welt, einer historischen, technischen und pädagogischen Referenzquelle für alle französischsprachigen, aber auch andere Länder. Unablässig warnt er darin die Ausübenden der Kampfkünste vor den Gefahren einer rein sportlichen Entwicklung ihrer Disziplinen ohne den notwendigen kulturellen Hintergrund mit der wahren Rückbesinnung auf die Quellen.

Sein Dojo befindet sich in Straßburg, Frankreich. Dort bietet er einen Unterricht an, der die Kampftechniken eng mit den traditionellen Werten verbindet, die sie seit ihrem Ursprung vermitteln.

Entwicklung des CRB

Der CRB zählt gut 800 Mitglieder

Die Ethik ist das wettkampflose und eine Annäherung an das traditionelle und kulturelle Budo. Der CRB ist keine Sekte, "er ist eine traditionelle Schule" bestärkt sein Gründer; beim "passage des grades" (Tag der Gürtel-Prüfung) zum Beispiel, werden auch Fragen zur Kultur gestellt. Es wird aber kein enzyklopädisches Wissen verlangt, es genügen schon Namen von alten Stilen, oder deren Meister. Ein anderes Beispiel für den von Roland Habersetzer gewählten traditionellen Weg ist es, dass, um sich zum schwarzen Gürtel prüfen zu lassen, der Lehrer des betreffenden Schülers den Antrag vorher für wert befinden muss. "Ich vergleiche niemals die Gürtelgrade untereinander" versichert er, ich mache keine Zugeständnisse. Das ist es, was ich dem Sport vorwerfe, man darf nichts vermischen und die Dan-Träger zu denen tun, die sich in die Siegerlisten eintragen. Heutzutage gibt es 5-te Dan, die unfähig sind, den "Geist" ihren Schülern zu erklären. Autor von 63 Büchern in 30 Jahren, darunter "Marabout du Karate" von 1969, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, hat Roland Habersetzer all die Jahre nicht aufgehört die Gedanken des Wettkampfes zu bekämpfen. Der CRB ist das leuchtende Beispiel für diesen Kampf. 26 Jahre nach der Gründung des CRB, auch wenn der Ton etwas diplomatischer geworden, behält Roland Habersetzer seine Meinung bei. "Wir führen keinen Krieg gegen irgendjemand", versichert er, "wir setzen niemanden herab, wir sind einfach anders. Das Sportkarate hat eine andere Logik, eine gewisse Annäherung an Karate, aber es steckt etwas anderes dahinter, eine andere Entwicklung. Irgendwo ziehe ich meinen Hut vor jemandem, der Weltmeister oder Olympiasieger ist, aber das ist kein Wertmaßstab. Der Wettkampf ist kein Kampf fürs Leben. Der Einsatz ist nichts, deshalb muss man relativieren". Was Roland Habersetzer fesselt, ist es, die Ethik des CRB zu formen, ist die Erziehung zu Budo, die den Krieger formt, die einen persönlichen Einsatz nötig macht, der über die einfache technische Ausführung hinausgeht. In den Wettkampf gehen die Leute mit dem Wunsch, der Beste zu sein. Das ist toll, ästhetisch, was immer man will, aber es ist keine Schule des Lebens. Aber leider baut man die Gesellschaft auf diesen Dingen auf. Ich glaube, dass ein Individuum nur einen Begriff von Leben und Tod hat, wenn es eine Waffe in Händen hält, und das Sportkarate ist keine Waffe. Zum Beispiel wird ein Wettkampfmaegeri nie so stark sein. Ich mag mehr den Gedanken eines japanischen Sprichwortes, das besagt, dass ein Schwert ein Schatz in der Scheide ist. In diesem Fall ist es das Budo, dessen man sich nicht unbedingt bedienen muss, ich finde es hervorragend. Diese Logik, so Roland Habersetzer, Lehrer in seinem Dento Budo Dojo, dem Mutterdojo des CRB, gilt auch bei seinen Lehrgängen die vom CRB veranstaltet werden. Mit fast 58 Jahren wird der Sensei des CRB weiter reisen um sein Wissen zu verbreiten, eine Gewohnheit, die er 1962 begonnen hat. Heutzutage treffen sich die Mitglieder des Verbandes 2 mal im Jahr im Winter und im Sommer zu Lehrgängen mit einer großen Bandbreite. Dadurch, dass dem Verband 22 Clubs angeschlossen sind, nehmen an den Lehrgängen bis zu 200 Mitglieder teil. "Die Anzahl ist nicht wichtig", unterstreicht deshalb Roland Habersetzer, "ich bleibe weiterhin wählerisch bei der Aufnahme eines neuen Dojos, ansonsten wären wir 5000. Ich möchte nicht in die Falle des Massenkarate zurückfallen. Wir können mit Dojos von 10-15 Mitgliedern leben. Es ist mir auch egal, nicht mehr als 150 Mitglieder zu haben. Im CRB schränkt man mehr ein als dass man öffnet. Ich lebe nicht vom Karate. Ich bin Geschichtslehrer. Ich lebe meine Leidenschaft, nämlich die des Budo.

Im CRB begrenzt man mehr, als dass man öffnet

Eine Wahl fürs Leben, eine Lebenskunst mit einer kulturellen und geistigen Entwicklung gleichzeitig. "Die Menschen müssen sich im Budo entwickeln über das Üben und Forschen, wie die Luft, die sie zum Atmen benötigen", präzisiert Roland Habersetzer. Budo begleitet sie bis zum Tod und ist aus einer geistigen Entwicklung zusammengestellt. Ich fühle mich heute übrigens besser als vor 20 Jahren, wenn sich auch kleinere Probleme mit der Regeneration eingestellt haben. Mit 9 Clubs in Frankreich, 4 in Belgien und Deutschland, 2 in der Schweiz und Russland und einem schließlich in Kanada lebt der CRB ruhig weiter in seiner Ecke. Ein Grund für seinen Gründer, stolz zu sein? "Nein, ich bin nicht stolz", schwächt er ab, "aber es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit". Die ich auch bemerke, wenn ich sehe, dass meine Vorahnungen zur Gewissheit geworden sind im gleichen Maße, wie ich in den Herbst des Lebens gehe. Das ist irgendwie schön.

Übersetzt von Franz Scheiner

Ehrenkodex für Schwarzgurte im Budo Forschungszentrum

  1. Glaubwürdig sein in seiner Technik. Verantwortlich sein in seinem Handeln. Budoka sein in seiner Haltung und in seinem Einsatz
  2. Seiner Wahl gegenüber loyal und treu sein
  3. Dem Sensei und den Sempai des Ryu gegenüber, Vertrauen in Bezug auf seinen Fortschritt entgegen bringen
  4. Gürtelgrade von außerhalb des CRB weder anstreben noch annehmen
  5. Tolerant sein, ohne feige zu erscheinen
  6. In erster Linie hohe Ansprüche an sich selbst stellen
  7. Anderen zuhören und sie respektieren
  8. Selbst regelmäßig trainieren, für sich und andere
  9. Lernen und weitergeben im Sinne des Ryu
  10. Technik und Kultur in Harmonie gemeinsam entwickeln
  11. Den Weg erforschen, zeitlos und lebendig
  12. Yudansha sein sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Dojos

Wissen wollen um tun zu können

Roland Habersetzer, Shihan

Respekt und Anerkennung für ein Lebenswerk

Meister Tsuneyoshi Ogura, Schüler von Yamaguchi Gogen (1909 - 1989) und Gima Makato (1887 - 1969) verlieh Sensei Habersetzer am 28. April 2006 in seinem Dojo in Kofu (Yamanashi-ken, Japan) den 9. Dan Grad Karatedo verbunden mit dem Titel "Hanshi". Außerdem erkannte dieser Sensei Habersetzer den Status eines Soke (Gründer) für seinen Stil "Tengu no michi" (Tengu ryu Karatedo, Kobudo, Hojutsu) an. Beide Titel wurden gleichermaßen von Sensei Tadahiko Ohtsuka, Vorstand der Schule Gojukensha (Tokyo) bestätigt, der direkter Schüler von Higa Yuckoku (1910 - 1994) ist. Mit den zuletzt verliehenen Titeln wurde Sensei Habersetzer neuerlich Respekt für eine nun schon 49jährige Praxis einer authentisch traditionellen Kampfkunst gezollt, welche die Entwicklungsstufen des Budokas ("Shu" - "Ha" - "Ri") stets respektierte und nun ein eigenes modernes Kampfkunstkonzept ("Tengu no michi) hervorgebracht hat.

Briefe vom Soke